Home About us Products Services Contact us Bookmark
:: wikimiki.org ::
Tuniberg

Tuniberg

Der Tuniberg ist eine Erhebung im Breisgau, die sich mit 265 m Höhe nur wenig über die Oberrheinische Tiefebene erhebt, die hier etwa 190 m über dem Meeresspiegel liegt. Der Tuniberg liegt im Breisgau, zwischen Schwarzwald und Rhein, und gilt als kleiner Bruder des bekannteren Kaiserstuhls. Er hat eine Nord-Süd-Ausdehnung von etwa 9 km und eine Ost-West-Ausdehnung von 3 km. Rund um den Tuniberg liegen Merdingen und Gottenheim, die zu Freiburg im Breisgau gehörenden Gemeinden Waltershofen, Opfingen, Tiengen und Munzingen sowie Oberrimsingen und Niederrimsingen, die zu Breisach am Rhein gehören. Auf den hier überwiegenden Kalkstein-, Löß-, und Lehmböden wachsen Spätburgunder und auch Müller-Thurgau-Reben (Großlage "Attilafelsen").

Weblinks


- [http://www.kaiserstuhl-tuniberg-tourismus.de/html/seiten/startseite.phtml?nav=180&lang=de Kaiserstuhl-Tuniberg-Tourismus] Kategorie:Berg in Baden-Württemberg Kategorie:Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald

Breisgau

Der Breisgau ist eine Landschaft in Baden-Württemberg in Deutschland. Deutschland Im frühen Mittelalter gehörte der Breisgau zu den alemannischen Gauen am Oberrhein und reichte ursprünglich vom Rheinknie bei Basel bis zum Flüsschen Bleiche zwischen Kenzingen und Herbolzheim. Dort grenzte der Breisgau an die alemannische Gaugrafschaft der Mortenau (heute Ortenau). Der Name des Breisgau leitet sich von der Stadt Breisach am Rhein ab. Die Region reicht vom Rhein bis in den Schwarzwald. Zentrum der Region ist Freiburg. Es handelt sich um die klimatisch wärmste Region in Deutschland, die mittlere Jahrestemperatur liegt bei 11° Celsius, die durchschnittliche Niederschlagsmenge bei ca. 900 mm je m². Der Breisgau umfasst:
- die Rheinebene, in der hauptsächlich Getreide, Mais sowie Sonderkulturen (Spargel, Erdbeeren, früher vielfach auch Tabak) angebaut wird
- das Wein- und Obstbaugebiet der Vorberge des Schwarzwaldes und des Kaiserstuhls
- und die Westhänge des südlichen Schwarzwaldes.

Orte im Breisgau:


- Bad Krozingen
- Breisach
- Elzach
- Emmendingen
- Endingen
- Freiburg im Breisgau
- Glottertal
- Gottenheim
- Kenzingen
- Neuenburg am Rhein
- Staufen
- Waldkirch
- Herbolzheim

Flüsse im Breisgau


- Bleiche
- Brettenbach
- Dreisam
- Elz
- Glotter
- Klemmbach
- Möhlin
- Neumagen
- Rhein
- Wilde Gutach

Gebirge im Breisgau


- Schönberg
- Schwarzwald
- Tuniberg
- Kaiserstuhl

Berge im Breisgau


- Schauinsland
- Kandel

Heutige Grenzen des Breisgaus

Im Süden grenzt der Breisgau an das Markgräflerland (Höhe Staufen/Heitersheim), im Westen an das Elsass (Frankreich), im Osten reicht er bis in den Westabhang des Schwarzwalds, im Norden an die Ortenau.

Weblinks


- [http://www.breisgau-hochschwarzwald.de/ Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald]
- [http://www.breisgau-burgen.de/ Burgen im Breisgau]
- [http://www.breisgau-net.de/Breisgau-Geschichtsverein/ Breisgau-Geschichtsverein]
- [http://www.breisgaucity.com/breisgau/ Info und Bilder über den Breisgau]
- [http://www.breisgau-schwarzwald.de/ Gastgeber im Breisgau]
- [http://www.kaiserstuhl-breisgau.de Luftbildaufnahmen von Breisgau und Kaiserstuhl] Kategorie:Region in Baden-Württemberg Kategorie:Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Kategorie:Gau

Oberrheinische Tiefebene

Die vom Rhein durchflossene Oberrheinische Tiefebene - häufiger Oberrheingraben oder Rheingraben oder Rheintalgraben oder verkürzt Rheinebene genannt - ist ein 300 km langes und 30 bis 45 km breites, tektonisch entstandenes Tal in Südwestdeutschland. Sein südwestliches Viertel gehört zur Region Straßburg und Colmar/Mülhausen (Elsass) (Osten von Frankreich), sein südlichster Teil bei Basel zur Nordwestschweiz. Der nördlichste Teil reicht bis ins Rhein-Main-Gebiet mit der Metropole Frankfurt am Main.

Geologie

Der Oberrheingraben stellt einen seit etwa 45 Millionen Jahren aktiven Grabenbruch dar, eine mindestens 20 km tiefe Einsenkung der Erdkruste. Gelegentliche leichte Erdbeben und alte Lava-Ablagerungen an den Grabenrändern zeugen von der immer noch vorhandenen tektonischen Aktivität der Region. Der Graben gehört zu einer langen, geologisch teilweise bis Afrika wirkenden Schwächezone der Erdkruste. Ähnlich wie zahlreiche Sedimentbecken wurde diese Zone beim langsamen Absinken (sporadisch einige mm pro Jahr) gleichzeitig durch fluviatile Sedimentation aufgefüllt. Diese inzwischen verfestigten Schichten gehören vor allem zum Tertiär. Bei Karlsruhe sind sie etwa 5 bis 10 km mächtig. Ihr Verlauf und ihre abschwächende Wirkung auf das Erdschwerefeld ist seit langem ein wichtiges Forschungsthema für Geodäsie und Geophysik (siehe Univ.Karlsruhe, Prof. Eugen Kuntz und die erstgenannte Literatur). Eugen Kuntz aus]]

Geografie

Talform, Grenzen und Gebirge

Im Süden ist die Oberrheinische Tiefebene am breitesten - bei Freiburg im Breisgau und Straßburg über 40 km - und wird dort nach Osten durch den Schwarzwald begrenzt, im Westen durch die Vogesen. Sein etwas schmälerer Nordteil (nur beim Kraichgau 40 km) wird östlich vom Odenwald begrenzt, westlich vom Pfälzerwald und dem rheinhessischen Hügelland. Der Rhein fließt von Südosten - von Schaffhausen und dem Bodensee her - als Hochrhein zu, wird in der breiten Ebene Oberrhein genannt und verlässt sie im Nordwesten als Mittelrhein. Dort, wo er bei Mainz in den Rheingau eintritt, endet der Rheingraben orografisch. Das Tal verengt sich um fast 99 Prozent und bildet bei Koblenz und bis Bonn das Durchbruchstal im Bereich einiger erdgeschichtlich alter Gebirge (Rheinisches Schiefergebirge: Hunsrück, Eifel, Taunus und Westerwald). Diese Landschaft des „Mittelrhein“ hat die UNESCO im Jahr 2002 zum Weltkulturerbe erhoben.

Klima

Infolge der geringen Höhe über dem Meeresspiegel (im Mittel um 150 m) und der schützenden Gebirge an den Flanken herrscht in der Oberrheinischen Tiefebene ein sehr mildes, um den Kaiserstuhl im Süden schon fast mediterranes Klima. Am 5. August 2003 wurde in Möhlin (Schweiz), im südöstlichsten Teil der Oberrheinischen Tiefebene, mit 40,3° C die höchste Temperatur nördlich der Alpen gemessen. Bis ins 19. Jahrhundert waren die rheinnahen Gebiete durch Sümpfe und häufige Überschwemmungen charakterisiert und für Landwirtschaft und Bebauung schlecht geeignet. Dies änderte sich mit der Begradigung des Rheins zwischen 1817 und 1876 durch Johann Gottfried Tulla und seine Nachfolger. Manche der ursprünglichen Rheinwindungen blieben als Altrhein-Arme erhalten und sind heute teilweise renaturiert, wie auch die Wasserqualität des Rheins allmählich wieder steigt.

Südbaden und Vulkanismus

Die Tiefebene ist durch die Sedimentierung ungewöhnlich glatt, sodass der Rhein bis zur Regulierung vor 150 Jahren zahlreiche Mäander und Sumpflandschaften bildete. Der Südosten des Rheingrabens heißt Breisgau. Der fruchtbare, 557 Meter hohe Kaiserstuhl nordwestlich von Freiburg ist ein vulkanisches Massiv von 110 km². Es ragt wie eine Insel aus der badischen Rheinebene auf und ist vermutlich durch das Absinken früherer Gesteine entstanden, die sich - wie noch heute in vielen Vulkanzonen zu beobachten - im Sinken erhitzten und einen Magmastrom nach oben öffneten. Die Form dieses relativ jungen Gebirges, das sich trotz Erlöschen des Vulkans und anhaltendem Absinken noch 400 Meter über das Rheintal erhebt, ähnelt einem nach Südwesten geöffneten Hufeisen. Die Hänge sind von fruchtbaren Lößböden bedeckt, wo im milden Klima Rebkulturen und empfindliche Obstsorten gedeihen, aber auch mediterrane Pflanzen.

Städte und bekannte Orte in der oberrheinischen Tiefebene

mediterran]]

Großstädte im Oberrheingraben (rheinabwärts)


- Basel (Schweiz)
- Mülhausen (Frankreich)
- Freiburg im Breisgau (Deutschland)
- Straßburg (Frankreich)
- Karlsruhe (Deutschland)
- Heidelberg (Deutschland)
- Mannheim (Deutschland)
- Ludwigshafen am Rhein (Deutschland)
- Darmstadt (Deutschland)
- Frankfurt am Main (Deutschland)
- Wiesbaden (Deutschland)
- Mainz (Deutschland)

Andere Städte und bekannte Orte (rheinabwärts)

Mainz
- Colmar, Breisach, Bötzingen, Emmendingen, Wyhl, Ettenheim, Schwanau, Lahr, Neuried und Offenburg.
- Ab Straßburg: Schiltigheim, Haguenau (beide F), Baden-Baden, Rastatt, Weingarten (Baden), Bruchsal, Landau in der Pfalz, Neustadt an der Weinstraße, Speyer, Hockenheim, Schifferstadt und Schwetzingen.
- Ab Ludwigshafen/Mannheim: Frankenthal (Pfalz), Worms, Lorsch, Gernsheim, Rüsselsheim, Neu-Isenburg, Offenbach am Main und Oberursel (Taunus).

Wirtschaft

Zwei bedeutende deutsche Wirtschaftsregionen liegen in der Oberrheinischen Tiefebene, das Rhein-Neckar-Dreieck mit Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg sowie das Rhein-Main-Gebiet mit Frankfurt, Mainz und Wiesbaden.

Weblinks


- [http://www.oberrheingraben.de/ Oberrheingraben]
- [http://www.webgeo.de/mapserver/php_mapscript/geologie_bw/geologische_einheiten_bw/geologie_bw.phtml Geologie in Südwestdeutschland] Kategorie:Landschaft in Europa Kategorie:Geologie Kategorie:Geophysik Kategorie:Geodäsie Kategorie:Region in Deutschland Kategorie:Geographie (Schweiz) Kategorie:Geographie (Frankreich) Kategorie:Elsass Kategorie:Geographie (Hessen) Kategorie:Geographie (Rheinland-Pfalz) Kategorie:Geographie (Baden-Württemberg)

Meeresspiegel

Der Meeresspiegel bezeichnet, wie hoch das Meer gerade steht. Der Meeresspiegel ist im Gegensatz zu Normalnull keine Konstante. Er richtet sich zum Beispiel nach den Gezeiten, die vom Mond abhängig sind, und außerdem hängt die Höhe des Meeresspiegels langfristig von Klimaschwankungen und anderen Einflüssen ab. So steigt heute der Meeresspiegel durch das Abtauen der Gletscher aufgrund der globalen Klimaerwärmung an, möglicherweise auch durch eine geringe Ausdehnung der obersten Meeresschichten (Deckschicht) oberhalb der Thermokline. Auswertungen von Pegelmessungen und Satellitenmessungen von Topex/Poseidon weisen darauf hin, dass der Meeresspiegels zur Zeit um etwa 18 cm pro Jahrhundert ansteigt. Siehe auch:
- Meer
- Gezeiten
- Wasserstand
- Überschwemmung
- Normalnull Kategorie:Geographischer Begriff

Schwarzwald

im Hintergrund.]] ] ] Der bis zu 1.493 m hohe Schwarzwald ist ein Mittelgebirge im Südwesten Deutschlands, das sich vom Hochrhein im Süden östlich entlang des Oberrheins 160 km bis zur Linie Karlsruhe-Durlach - Pforzheim im Norden erstreckt. Im Süden beträgt die größte Breite 60 km, im Norden nur 30 km. Im Norden schließt sich das Kraichgauer Bergland an. Im Süden geht der Schwarzwald im Osten in die Hochmulde der Baar über, im Norden wird er östlich begrenzt durch das Schwäbisch-Fränkische Stufenland.

Geographie

Der meist dicht bewaldete Schwarzwald, das größte zusammenhängende Mittelgebirge in Deutschland, erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung östlich von der sehr langgestreckten Oberrheinischen Tiefebene, parallel zu dieser und etwa von deren Südrand bis zur Mitte des Bundeslandes Baden-Württemberg.

Naturräume

Naturräumlich betrachtet unterscheidet man den Nordschwarzwald, den Mittleren Schwarzwald und den Südschwarzwald. Die Kinzig markiert die Grenze zwischen Nordschwarzwald und Mittlerem Schwarzwald und die Dreisam mit dem Höllental jene zwischen Mittlerem und Südschwarzwald. Den (höheren) südlichen Teil des Mittleren Schwarzwalds zusammen mit den Hochgipfeln des Südschwarzwalds, insbesondere den Raum um Hinterzarten und den Feldberg, bezeichnet man auch als Hochschwarzwald.

Berge

Die Gipfel des Schwarzwalds erreichen Höhen von 1166 m (Hornisgrinde) im Nordschwarzwald bis zu 1493 m (Feldberg im Schwarzwald) im Südschwarzwald. Weitere wichtige Berge finden sich in der Liste der Berge im Schwarzwald.

Gewässer

Flüsse & Bäche

Im Schwarzwald entspringen unter anderem die Breg (49 km) und die Brigach (43 km), die beiden Quellflüsse der Donau („Brigach und Breg bringen die Donau zu Weg“). Weitere bedeutende Flüsse sind die Dreisam (29 km), die Elz, die Enz (112 km), die Kinzig (95 km), der Klemmbach, der Möhlin, die Murg (96 km), die Nagold (92 km), die Wutach (118 km), die Schiltach (ca. 25 km), die Wehra, die Wiese (55 km) und der Neckar (367 km), der bis Horb am Neckar die Ostgrenze des Schwarzwald bildet

Seen

Bedeutende Seen im Schwarzwald sind unter anderem der Glaswaldsee, der Kirnbergsee, der Titisee, der Schluchsee und der Feldsee. Außerdem gibt es noch zahlreiche Stauseen wie den Schwarzenbachstausee, den Wehrastausee, den Witzaustausee, den Stausee Kleine Kinzig oder die Nagoldtalsperre.

Geologie

Der Schwarzwald besteht aus zwei geologischen Einheiten: einem älteren kristallinen Sockel, auch Grundgebirge genannt, sowie dem darüberliegenden Deckgebirge aus Buntsandstein. Der im Jungtertiär – Pleistozän – gehobene Schwarzwald wurde gewissermaßen wie in einer riesigen Wellenbewegung unterschiedlich stark hervorgewölbt. Am intensivsten ist hiervon der Südschwarzwald mit dem Feldberg als höchstem Zentrum (1493 m) erfasst worden, weniger kräftig dagegen das Gebiet um die Hornisgrinde (1164 m). Dazwischen liegen breite, tektonische Mulden wie die Flußtäler von Kinzig und Murg. Im Grundgebirge herrschen Gneise vor, in die im Zuge älterer Gebirgsbildungen mehrere große Granitkörper eingedrungen sind, so zwischen dem Kinzig- und dem Mittleren Murgtal. Mit den magmatischen Erscheinungen war die Bildung von Erzlagerstätten verbunden, die der Mensch z.T. dann bergbaulich nutzte. Weiterhin erwähnenswert sind die Senken im Rotliegenden, wie beispielsweise die Baden-Badener Senke, mit den teils mächtigen Quarzporphyr- und Tuffdecken (aufgeschlossen am Felsmassiv Battert, im Stadtkreis Baden Baden). Über dem kristallinen Sockel (Grundgebirge) erhebt sich im Nordschwarzwald und in den angrenzenden Teilen des Mittleren Schwarzwaldes das Buntsandstein-Deckgebirge mit markanten Stufen. Widerstandsfähigste Deckschicht auf der Stufenfläche der durch die Murgzuflüsse stark aufgelösten Grindenhöhen und der geschlossenen Enzhöhen ist das verkieselte Hauptkonglomerat (Mittlerer Buntsandstein). Nach Osten und Norden schließen sich die Platten des Oberen Buntsandsteins an (Plattensandsteine und Röttone). Südlich der Kinzig verschmälert sich der Buntsandstein auf einen Randsaum im Osten des Gebirges. Es gilt als erwiesen, dass der Schwarzwald während der Hochphasen der Riß- und Würmeiszeit (also vor ca. 120.000 – 10.000 Jahren) stark vergletschert war. Der glaziale Formenschatz beschränkt sich heutzutage hauptsächlich auf die bekannten und zum Teil stark touristisch erschlossenen Karseen ( wie Mummelsee, Wildsee, Schurmsee, Glaswaldsee etc.), die sich meist an den nach Nordosten ausgerichteten Talhängen befinden. Durch diese nordöstliche Exposition und die damit verbundene geringere Sonneneinstrahlung hat der Prozess der Abschmelzung der Eismassen sehr lange gedauert. Hierdurch entstand die trichterförmige Topografie, die alle Karseen umgibt.

Klima

Klimatisch hebt sich das Gebirge durch geringere Temperaturen und größere Niederschläge von den Randlandschaften ab. Niederschläge während des ganzen Jahres prägen den Mittelgebirgscharakter des Schwarzwaldes. Temperaturabnahme und Niederschlagszunahme erfolgen jedoch nicht gleichmäßig mit zunehmender Höhe. So ist ein unverhältnismäßig starkes Ansteigen der Niederschläge schon in tieferen Lagen und an der niederschlagsreichen Westseite zu beobachten. Der niederschlagsreichste Bereich ist der Nordschwarzwald (z.B die Hornisgrinde mit 2100–2200 mm/Jahr), der den regenreichen atlantischen Westwinden frei ausgesetzt ist. Auf der Höhe des Mittleren Schwarzwalds sind die Vogesen als Regenfänger gewissermaßen vorgeschaltet. Dadurch sind die Niederschläge hier schon weniger ergiebig. Im Bereich der Oberen Gäue - also auf der nach Osten exponierten Seite des Mittleren Schwarzwalds - wird es bereits wesentlich trockener. So liegen die jährlichen Niederschlagsmengen in Horb a.N. auf Grund des Regenschattens des vorgelagerten Schwarzwalds nur noch bei etwa 750 mm. Thermisch zeichnen sich die höheren Lagen des Schwarzwalds durch relativ geringe Jahresschwankungen und gedämpfte Extremwerte aus. Dies ist teils durch stärkere Bewölkung im Sommer, teils durch die im Winterhalbjahr häufigen Hochdruckwetterlagen bedingt, die auf den Gipfeln zu Sonnenschein führen, während die Täler in Kaltluftseen unter einer dichten Nebeldecke verschwinden (Inversionswetterlage). Mit wachsender Höhe nehmen Dauer und Mächtigkeit der Schneedecke im Winter zu, was nachhaltige Folgen für den Naturhaushalt hat (z.B. deutlich kürzere Vegetationsperioden).

Geschichte

Die erste kartografische Erwähnung des Schwarzwalds findet sich in der Tabula Peutingeriana aus dem 4. Jahrhundert. Die Römer bezeichneten den Schwarzwald damals als Marciana Silva, was Grenzwald (von germ. marka, "Grenze") bedeutet. Wahrscheinlich beschrieb der Schwarzwald die Grenze zum Gebiet der östlich des römischen Limes siedelnden Markomannen ("Grenzleute"). Diese wiederum gehörten zu dem germanischen Volk der Sueben, von denen sich die späteren Schwaben ableiteten. Die Besiedlung des Schwarzwalds erfolgte allerdings nicht durch die Römer, welche allerdings die Kinzigtalstraße erschufen, sondern erst durch die Alemannen. Diese besiedelten und kolonisierten zuerst die Talbereiche, indem sie z.B. von der Baar aus die ehemalige Siedlungsgrenze, die sog. "Buntsandsteingrenze" überschritten. Bald danach wurden immer höher gelegene Bereiche und angrenzende Wälder kolonisiert, so dass sich bereits Ende des 10. Jahrhunderts erste Siedlungen im Gebiet des Buntsandsteins finden. Dazu gehört beispielsweise Rötenbach, das erstmals 819 erwähnt wird. Besonders ab den 60er Jahren bot der Schwarzwald eine Kulisse für viele Filme und Fernsehserien, unter anderem für einige Filme mit Roy Black, und später in den 80er Jahren dann für die TV-Serie Schwarzwaldklinik. Am 26. Dezember 1999 wütete im Schwarzwald der Sturm Lothar und richtete besonders in den Fichtenmonokulturen große Waldschäden an.

Wirtschaft

Insbesondere im Mittleren Schwarzwald sowie im Südschwarzwald (z.B. im Münstertal) fand nachweislich schon in der Römerzeit intensiver Erzbergbau statt (Gewinnung von Silber- und Bleierzen). Bis ins frühe Hochmittelalter war der Hochschwarzwald praktisch unbesiedelt. Im Laufe der Binnenkolonisation im späteren Hochmittelalter wurde ausgehend von den dort gegründeten Klöstern (St. Peter, St. Märgen) auch die Hochebene kultiviert. Im späteren Hochmittelalter (ab ca. 1100) erlebte auch der Bergbau wieder einen Aufschwung, insbesondere am Schauinsland, Feldberg und im Münstertal. Man nimmt an, dass bis zum Ausgang des Mittelalters etwa 800-1000 Bergleute im Münstertal lebten und arbeiteten. Nach der Pest, die das Münstertal 1516 heimsuchte, dem Deutschen Bauernkrieg (1524-26) und dem Dreißigjährigen Krieg ging der Bergbau in der Region bis auf wenige Gruben zurück. Ein erneuter Aufschwung begann Anfang des 18. Jahrhunderts nach dem Verlust des Elsass an Frankreich. Er dauerte bis in das 19. Jahrhundert. Viele Gruben aus dieser Zeit können heute als Schaubergwerg besichtigt werden, wie z.B. die Grube Teufelsgrund (Münstertal), der Hoffnungsstollen Todtmoos und das Bergwerk im Schauinsland. Über die Kinzig und den Rhein wurde mehrere Jahrhunderte Holz aus dem Schwarzwald durch Flöße für den Schiffbau und andere Verwendungen exportiert. Auch in der Herstellung von Glas waren die Schwarzwälder bewandert. Davon zeugen noch heute einige Glasbläsereien, die, z.B. im Höllental besichtigt werden können. In den schwer zugänglichen Schwarzwaldtälern setzte die Industrialisierung erst spät ein. Viele Bauern stellten im Winter Kuckucksuhren aus Holz her. Daraus entwickelte sich im 19. Jahrhundert die feinmechanische und die Uhrenindustrie, die mit der Erschließung vieler Schwarzwaldtäler durch die Eisenbahn zu großer Blüte kam. Der anfängliche Standortnachteil, der zur Entwicklung des feinmechanischen Holzhandwerks führte, wurde mit dem Zugang zum Rohstoff Metall zu einem Wettbewerbsvorteil. Durch den steigenden Bedarf an mechanischen Geräten entstanden große Firmen wie Junghans und Kienzle. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich die Produktion der Unterhaltungselektronik durch Firmen wie SABA, DUAL und Becker. In den 1970er Jahren ging die Industrie auf Grund fernöstlicher Konkurrenz zurück. Bis heute ist der Schwarzwald ein Zentrum der metallverarbeitenden Industrie (Mesa Feindrehteile in Lenzkirch, ...) und Standort vieler Hochtechnologie-Firmen, wie z.B. Testo und Atmos in Lenzkirch oder IMS Connector Systems in Löffingen . Allerdings gab es in den letzten Jahren auch viele Betriebe, die geschlossen werden oder in extremem Maße Personal reduzieren mussen. Beispiele hierfür sind Kadus (Lenzkirch), Papst Lüfter, die Papier-, sowie die Schraubenfabrik von Neustadt. Der Schwarzwald lebt heute hauptsächlich von der Tourismusbranche. siehe auch: Uhrenindustrie im Schwarzwald

Kultur

Der Schwarzwald ist eine eher konservative und dünn besiedelte Region. Weit verstreute Gemeinden, die oft aus vielen Einsiedlerhöfen bestehen, sind keine Seltenheit. Zum Teil werden heute noch, meist zu festlichen Anlässen, die traditionellen Trachten getragen. Das Aussehen der Trachten variiert von Region zu Region z.T. sehr stark. Eine der bekanntesten schwarzwälder Trachten, ist die Tracht mit dem charakteristischen Bollenhut. Unverheiratete Frauen, tragen ihn mit roten "Bollen", verheiratete mit schwarzen. Bekannt ist der Schwarzwald ferner für seine Thermalquellen (etwa in Baden-Baden, Bad Krozingen, Badenweiler, Bad Liebenzell oder Bad Bellingen), die typischen Bauernhäuser mit ausladenden Krüppelwalmdächern, die Schwarzwälder Kirschtorte, den Schwarzwälder Schinken, Kirschwasser und die Kuckucksuhr.

Verkehr und Tourismus

Touristische Ziele

Sehenswert sind die Städte Freiburg und Baden-Baden, sowie die kleineren Orte Gengenbach, Staufen und Schiltach. Prächtig ausgestattete Klosterkirchen sind zum Beispiel das ehemalige Benediktinerkloster in St. Blasien, die Klöster Sankt Trudpert, St. Peter und St. Märgen. Aussichtsberge sind neben dem Feldberg vor allem der Belchen, der Kandel und der Schauinsland. Touristische Ausflugs- und Erholungsziele sind der Titisee und der Schluchsee. Auch das Murgtal, das Kinzigtal, der höchste Wasserfall Deutschlands und das Freilichtmuseum Vogtsbauernhof werden häufig besucht. Im Schwarzwald finden sich sehr schöne Wanderwege, darunter der berühmte Westweg und der Querweg Freiburg - Bodensee, der durch die wildromantische Wutachschlucht führt. Spezielle Themenwege für Freunde des Barfußwanderns und Sinneserlebnisses wurden mit dem Barfußpark Dornstetten und dem Park mit allen Sinnen in Gutach/Schwarzwaldbahn geschaffen. Auch mehrere touristisch interessante Straßen wie die Schwarzwaldhochstraße (B 500) oder die Deutsche Uhrenstraße führen zu reizvollen Zielen im Schwarzwald. Im südlichen Teil des Mittleren Schwarzwalds sowie im Südschwarzwald wurde der 333.000 ha große Naturpark Südschwarzwald eingerichtet, der mit dieser Fläche der größte Naturpark Deutschlands ist.

Museen

Das Freilichtmuseum Vogtsbauernhof in Gutach an der Schwarzwaldbahn bietet mit seinen originalgetreu rekonstruierten Schwarzwaldhäusern Einblicke in das bäuerliche Leben des 16. und 17. Jahrhunderts. Das Deutsche Uhrenmuseum in Furtwangen präsentiert einen umfassenden Querschnitt durch die Geschichte der Uhrmacherei und Uhrenindustrie.

Eisenbahn

Der gesamte Schwarzwald wurde schon früh durch die Eisenbahn erschlossen. Im Nordschwarzwald durch die Enztalbahn von Pforzheim nach Bad Wildbad, durch die Nagoldtalbahn von Pforzheim über Calw und Nagold nach Horb am Neckar und die Württembergische Schwarzwaldbahn von Stuttgart nach Calw. Das Altensteigerle, eine Schmalspurbahn, führte von Nagold weiter nach Altensteig. Vom Rheintal aus führen entlang der Täler viele Eisenbahnen in den Schwarzwald. Die Albtalbahn von Karlsruhe nach Bad Herrenalb, die Murgtalbahn von Rastatt nach Freudenstadt, die Achertalbahn von Achern nach Ottenhöfen im Schwarzwald und die Renchtalbahn von Appenweier nach Bad Griesbach. Die Schwarzwaldbahn führt von Offenburg über Hausach, Villingen und Donaueschingen bis nach Konstanz am Bodensee. Ein Abzweig in Hausach ist die Kinzigtalbahn nach Freudenstadt. Südlich von Offenburg führen aus dem Rheintal die Elztalbahn von Denzlingen nach Elzach, die Höllentalbahn von Freiburg im Breisgau durch das Höllental nach Donaueschingen und die Kandertalbahn von Haltingen in der Nähe von Basel durch das Kandertal nach Kandern. Von Titisee an der Höllentalbahn führt die Dreiseenbahn vom Titisee zum Windgfällweiher und zum Schluchsee. Entlang der Baden-Württembergisch-schweizerischen Grenze verband die Wutachtalbahn Waldshut mit Immendingen an der Schwarzwaldbahn. Die Strecken haben auch heute noch einen regen Verkehr oder sind äußerst beliebte Museumseisenbahnen.

Siehe auch


- Portal:Baden-Württemberg

Weblinks


- http://www.schwarzwaldwiki.de/
- http://www.bergbau-schwarzwald.de/ Kategorie:Region in Baden-Württemberg Kategorie:Deutsches Mittelgebirge Kategorie:Waldgebiet als:Schwarzwald ja:シュヴァルツヴァルト simple:Black Forest

Kaiserstuhl (Baden)

] Der 557 m hohe Kaiserstuhl ist ein Mittelgebirge vulkanischen Ursprungs im Südwesten von Baden-Württemberg (Deutschland).

Geografie

Der kleine Kaiserstuhl befindet sich in Südbaden in leicht nordwestlicher Richtung von Freiburg und direkt östlich des Rheins in der Oberrheinischen Tiefebene, aus der er sich durchschnittlich 355 m erhebt. In seiner weitesten Ausdehnung vom Südwesten bei Ihringen bis zum Riegeler Michaelsberg im Nordosten ist der Kaiserstuhl 16 km lang, seine größte Breite beträgt 12,5 km. Totenkopf (557 m), Neunlinden (556 m) und Eichelspitze (520 m) sind die höchsten Erhebungen des Kaiserstuhls. Das Naturschutzgebiet Badberg in seinem Herzen - zwischen Schelingen, Oberbergen und Alt-Vogtsburg - bietet viele seltene Pflanzen (z.B. Orchideen) und Wandermöglichkeiten mit traumhaften Ausblicken auf den Schwarzwald, die Rheinebene und die Vogesen.

Namensdeutung

Seinen Namen hat der Kaiserstuhl vermutlich von König Otto III., der bei Sasbach 994, zwei Jahre vor seiner Krönung zum Kaiser, einen Gerichtstag abhielt. Angeblich setzte sich auch irgendein Kaiser des Heiligen römischen Reichs dort zur Ruhe ...

Geologie

Der Kaiserstuhl hat eine geologisch heterogene Struktur: Der westliche Teil entstand durch Vulkanismus, während der östliche Teil zur Vorbergzone gehört. Bei der Hebung des östlichen Teiles durch vulkanische Aktivität kam es zu einer Berührung mit dem Gestein des Vorbergzonenteils. Dabei erfolgte zwischen den beiden Gesteinsarten eine Kontaktmetamorphose. Ein unterirdischer, seitlicher Abfluss erklärt punktuell auftretende Phonolithstöcke in der Vorbergzone, welche mittlerweile durch erosive Vorgänge freigelegt wurden. Das "vulkanische Herz" des Kaiserstuhls liegt also im Westen, der Osten ist Vorbergzone mit flachlagernden Kalkschichten. erosive Der Kaiserstuhl-Löß ist ein äolisches Sediment, welches durch die Zerstörung anderer Gesteine entsteht und anschließend abgelagert wird. Der Löß entstand-wie im gesamten Randbereich der Oberrheinebene-während der letzten weitgehend vegetationsfreien Eiszeit durch Auswehung aus dem Rheinschlamm. Die Ablagerung fand im periglazialen (d.h. eisfreie jedoch von Gletschereis umgebene Fläche) Gebiet um den Kaiserstuhl statt. Der Hauptprozess, der in dieser Region stattfindet ist Frostsprengung von Gestein. Da keine Vegetation vorhanden ist die den Wind bremsen könnte, weht dieser beständig stark. Er nimmt das leichteste Material mit und lagert es an Hindernissen, beispielsweise dem Kaiserstuhl, wieder ab. Hierbei ist zu beachten, dass die Ablagerung im Lee stattfindet, im Falle des Kaiserstuhls - wo der Wind aus Südwesten wehte - also im Nordosten. Je höher der Sedimentationsort liegt, desto dünner ist die Schicht tatsächlich abgelagerten Materials. Am Kaiserstuhl liegt die Mächtigkeit der Lößschicht zwischen 10 und 40 Metern, es gibt jedoch auch Orte im Südwesten an denen kein Löß sedimentiert wurde. Der Herkunftsort des Lößes am Kaiserstuhl lag hauptsächlich in den nördlichen Kalkalpen. Auffällig im anstehenden Löß ist ein sich in unregelmäßigen Abständen wiederholender, rostfarbener Streifen. Dieser Streifen entsteht durch die phasenweise Anlieferung neuen Materials. Während einer schwachen Sedimentationsphase verwittert das obenauf liegende Material, wobei der Kalk ausgewaschen wird. Hierbei bildet sich Lößlehm. Der ausgewaschene Kalkanteil fällt weiter unten im Bodenprofil wieder aus und bildet den sogenannten Lößkindelhorizont. Zu jedem Ausfällungshorizont gehört deshalb ein Anreicherungshorizont. Die Lößböden des Kaiserstuhls werden agrarisch intensiv genutzt, da sie eine gute Belüftung bieten und eine hohe Wasserspeicherfähigkeit sowie mechnisch gute Eigenschaften besitzen. Außerdem sind im Zuge der landwirtschaftlichen Nutzung die sogenannten Lößhohlwege entstanden. Der gewachsene Löß ist außerdem für den Hochwasserschutz von Bedeutung, da er starke Niederschläge wie ein Schwamm aufnimmt und dann gleichmäßig wieder abgibt. Durch die Anlage von Großterrassen für den Weinbau am Kaiserstuhl wird der Löß jedoch mit Planierraupen verdichtet und verliert diese Eigenschaft.

Klima

Planierraupe Klimatisch zählt der Kaiserstuhl mit stellenweise mediterranem Klima zu den wärmsten Orten Deutschlands und durch seine mit Löß bedeckten vulkanischen Böden ist er ein sehr gutes Weinanbaugebiet. Die klimatischen Voraussetzungen des Kaiserstuhls heben sich von seiner Umgebung deutlich ab. Er liegt im Regenschatten der Vogesen und hat ein trockenheißes Klima, wie man es sonst eher im mediterranen Raum erwarten würde. Besonders Ihringen ist als durchschnittlich wärmster Ort Deutschlands nicht nur über Wetterberichte weithin bekannt.

Meteorologische Daten:

Die Jahresmitteltemperatur beträgt 9,9° C, wobei 50-60 Sommertage, als auch 60-70 Frosttage zu verzeichnen sind. Dies spiegelt schon ein besonderes Merkmal des Kaiserstuhls wider, denn er zeichnet sich durch recht extreme Klimaverhältnisse aus, was sich besonders in der durchschnittlichen jährlichen Temperaturschwankung von 18,5° C ausdrückt. Der mittlere Niederschlag auf dem Kaiserstuhl beträgt ca. 600-700mm, bei jährlich ca. 1720 Stunden Sonnenschein.

Flora und Fauna

Das Klima des Kaiserstuhls erklärt auch die große Fülle an exotischer Flora und Fauna, beispielsweise ist dieses Mittelgebirge einer der Orte mit der größten Orchideenvielfalt in Europa, mehr als 30 Arten wurden registriert. Zwischen den Rebstöcken wuchern wilde Traubenhyazinthen und an Böschungen blühen Schwertlilien. Außerdem lebt hier die Smaragdeidechse, eine Art, die sonst deutlich weiter südlich anzutreffen ist. Die Flaumeiche ist ein Xerophyt und kommt sonst nur in Südeuropa vor, am Kaiserstuhl kann sie sich jedoch auch halten. Diese Arten leben in einem disjunkten Areal, also von ihrem normalen Verbreitungsgebiet abgetrennt. Dies ist ein Relikt einer postglazialen Warmzeit, zu der auch im Gebiet um den Kaiserstuhl ein deutlich wärmeres Klima herrschte. Nach Ende der Warmzeit konnten die genannten Arten nur noch am Kaiserstuhl überleben.

Wirtschaft

Rund um und im Kaiserstuhl besonders wird reger Weinbau getrieben. Die Winzereien die teils in der Hand von Winzergenossenschaften, teils im Privatbesitz sind bebauen den Großteil der freien Fläche des Kaiserstuhls. Wein gedeit wegen des Lößbodens besonders gut.

Literatur


- Endlicher, W. (1980): Lokale Klimaveränderung durch Flurbereinigung. Das Beispiel Kaiserstuhl. - In: Erdkde. S.175-190.
- Endlicher, W. (1985): Einfluß von großflächigen Reliefumgestaltungen bei Flurbereinigungen in südbadischen Weinbaugebieten auf Landschafts- und Wasserhaushalt. - In: Erdkde. Bd. 39, S.1-11.
- Geilenkeuser, H. (1970): Beiträge zur Morphogenese der Lößtäler im Kaiserstuhl. (= Freiburger Geogr. Hefte Nr. 9)
- Imm, E. (Hrsg.) (1976): Kaiserstuhl-Rheinauen-Schwarzwaldvorberge. (= Wanderbücher des Schwarzwaldvereins Bd. 9). Darin: Hüttner (Geologie), Kleiber (Pflanzenwelt), Knoch (Tierwelt)
- Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg, Institut für Ökologie und Naturschutz (Hrsg.) (1978): Naturschutzgebiet Limberg am Kaiserstuhl. Begleiter zum Wissenschaftlichen Lehrpfad bei Sasbach a. Rh. ( Führer durch Natur- und Landschaftsschutzgebiete Baden-Württembergs 2)
- Miotk, P. (1979): Das Lößwandökosystem im Kaiserstuhl. - In: Veröff. Naturschutz u. Landespflege Bad.-W. Bd. 49/50
- Wilmanns, O., Wimmenauer, W., Fuchs, G. (1977): Der Kaiserstuhl. Gesteine und Pflanzenwelt. (= Die Natur- u. Landschaftsschutzgebiete Baden-Württembergs Bd. 8) Ludwigsburg

Weblinks


- [http://www.genuss-vom-kaiserstuhl.de Kulinarische Informationen für Spezialitäten vom Kaiserstuhl]
- [http://www.kaiserstuhl-breisgau.de/ 1000 weitere Luftbilder vom Kaiserstuhl, aufgenommen bei Ballonfahrten]
- [http://kaiserstuhl.de/ Bilder zur Landschaft, Flora und Fauna des Kaiserstuhl]
- [http://kaiserstuhl.net/ Mehr zur Region Kaiserstuhl]
- [http://www.augenblende.de/panorama_Kaiserstuhl.html Panoramabilder vom Kaiserstuhl]
- [http://www.am-kaiserstuhl.de/ Umfangreiche Sammlung von Informationen über die Kaiserstuhlregion]
- [http://www.kaiserstuhl.com/ Informationen zum Kaiserstuhl und den Gemeinden, Wein und Urlaub]
- [http://regiowebcam.de/index.php?id=1601 Webcams] Kategorie:Deutsches Mittelgebirge Kategorie:Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald

Gottenheim

Gottenheim ist eine Gemeinde im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald in Baden-Württemberg, Deutschland.

Geographie

Geographische Lage

Der Weinbauort Gottenheim liegt in der Oberrheinischen Tiefebene an der Nordspitze des Tunibergs, zwischen Freiburg im Breisgau (15 km) und dem Kaiserstuhl.

Geschichte

Gottenheim wurde 1086 in einer Urkunde des Klosters St. Georgen erstmals erwähnt. Der Vogt von Reichenau schenkte dem Kloster drei Parzellen Weinberg in der Gottenheimer Gemarkung. In der Reformationszeit blieb der zu Vorderösterreich gehörende Ort katholisch.

Politik

Gemeinderat

Die Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergab folgende Sitzverteilung:

Wirtschaft und Infrastruktur

Gottenheims Lage an den Hängen des Tunibergs im wärmsten Gebiet Deutschlands prädestiniert den Ort für den Weinbau. Schon die Römer bauten hier Obst und Wein an und in der ersten urkundlichen Erwähnung von Gottenheim ging es um Weinberge. Bis heute spielt der Weinbau die maßgebliche Rolle in der Wirtschaft der Gemeinde. Von der Gemarkungsfläche von 873 ha sind 110 ha Rebfläche.

Verkehr

Gottenheim wird durch die Kaiserstuhlbahn nach Breisach und Freiburg im Breisgau an das überregionale Schienennetz angebunden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Regelmäßige Veranstaltungen


- Gottenheimer “Hahlerai-fest“ (Wein- und Gassenfest) zweijährlich im Sommer/Herbst

Weblinks


- [http://www.gottenheim.de/ Offizielle Internetseite der Gemeinde]
- [http://www.weinfest-gottenheim.de/ Weinfest Gottenheim (alle geraden Jahre Anfang September]
- [http://www.tuniberg-breisgau.de/Seiten/gottenheim.htm Luftbilder von Gottenheim] Kategorie:Ort in Baden-WürttembergKategorie:Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald

Waltershofen (Freiburg)

Waltershofen ist ein Stadtbezirk der Stadt Freiburg im Breisgau. Die Gemeinde liegt ca. 15 km westlich der Stadt am Tuniberg in der Nachbarschaft zu den Gemeinden Gottenheim, Opfingen und Umkirch. Erstmalig urkundlich erwähnt wurde Waltershofen im Jahr 1139. Im Jahre 1972 wurde die Stadt zusammen mit einer Reihe weiterer Gemeinden eingemeindet. In Waltershofen leben 2295 Menschen in 929 Haushalten. Die Fläche der Gemeinde beträgt 629,10 Hektar (Stand 31.12.2004). Partnergemeinde ist Waltershofen im Allgäu.

Weblinks


- [http://www.freiburg.de/1/103/10308/index.php Internetseite auf www.freiburg.de]
- [http://fritz.freiburg.de/ Statistikseite der Stadt Freiburg im Breisgau] Kategorie:Freiburg im Breisgau

Ober

Kellner (weibl.: Kellnerin, schweiz. auch Serviertochter) ist die allgemeinsprachliche Berufsbezeichnung für einen Angestellten eines Bewirtungsbetriebs (Restaurant, Bistro, etc.). Aufgaben eines Kellners sind vielfältig. Neben der Bedienung der Gäste mit Speisen oder Getränken ist er erster Ansprechpartner und Repräsentant des Betriebs. Der Kellner wird heute mit seinem Namen angesprochen, der meist auf einem Namensschild zu lesen ist, die Bezeichnung „Herr Ober“, was eine Verkürzung von Oberkellner ist, oder eloquent „Garçon“, ist veraltet und wird nicht mehr gerne gehört. Für weibliches Personal wird die früher verbreitete Anrede „Fräulein“ nicht mehr gebraucht. Auszubildende oder sehr junge Kellner nannte man früher „Piccolo“. Inzwischen ist auch der Begriff „Servicemitarbeiter“ oder „Servicemitarbeiterin“ gebräuchlich. 1980 wurde in Deutschland die Berufsbezeichnung des Ausbildungsberufes in Restaurantfachmann/Restaurantfachfrau bzw. Hotelfachmann/Hotelfachfrau geändert. Kategorie:Dienstleistungsberuf Kategorie:Beruf (Essen & Trinken) simple:Servitör

Breisach

Breisach am Rhein ist eine Stadt am Oberrhein und damit an der deutsch-französischen Grenze, etwa auf halber Strecke zwischen Colmar und Freiburg im Breisgau (jeweils etwa 20 km) und etwa 60 km nördlich von Basel. Sie liegt nahe am Kaiserstuhl. Über den Rhein führt eine Brücke nach Neuf-Brisach auf französischer Seite. Der Name ist keltisch und bedeutet soviel wie Wasserbrecher. Vgl. den heute noch häufigen Namen Ach für einen Fluss sowie lateinisch aqua oder Aachen. Der Wortstamm „breis“ findet sich heute noch im französischen Wort briser. Der Felsen / Berg, auf dem die Stadt Breisach entstand, lag bis zur Rheinkorrektion von Johann Gottfried Tulla im Rhein, jedenfalls bei Hochwasser, und brach dessen Fluten.

Geschichte

Der Berg, auf dem Breisach liegt, war Sitz eines Keltenfürsten. Die Römer unterhielten auf dem „mons Brisiacus“ ein Hilfskastell. Als Stadt im heutigen Sinne wurde Breisach 1185 von den Staufern gegründet. Zu dieser Zeit war aber eine Siedlung (mit Kirche) bereits vorhanden. Eine Breisacher Münze aus dem 11. Jahrhundert wurde auf den Färöern im Münzfund von Sandur entdeckt. Im frühen 13. Jahrhundert wurde mit dem Bau des St. Stephansmünster begonnen. Im frühen 16. Jahrhundert war Breisach die maßgebliche Reichsfestung am Oberrhein. Am 7. Dezember 1638 eroberte der von Frankreich mit Subsidien ausgestattete Bernhard von Sachsen-Weimar die von Kaiser Ferdinand II. bzw. General Reinach mit allen Mitteln verteidigte Stadt und versuchte, sie zum Mittelpunkt eines eigenen neuen Territoriums zu machen. Nach dem Tode Bernhards 1639 übergab sein General die Stadt an die Franzosen, die sie als eigene Eroberung betrachteten. Im Westfälischen Frieden 1648 fiel Breisach auch de iure an Frankreich. Nach 1670 wurde Breisach Sitz einer (französischen) Reunionskammer. Im Frieden von Rijswijk 1697 gab Frankreich Breisach zurück, eroberte es aber sogleich zu Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs erneut (7. September 1703, General Villars). Mit dem Rastatter Frieden 7. März 1714 wurde Breisach wieder kaiserlich. Frankreich errichtete unterdessen auf dem linken Rheinufer gegenüber von Breisach eine eigene Festung (Neuf-Brisach). 1790 gehörte Breisach zu Vorderösterreich und war dort dem Oberamt Breisgau zugeordnet. In den Revolutionskriegen 1793 wurde Breisach weitgehend und nachhaltig zerstört und anschließend 1805 dem faktisch neugebildeten Staat Baden einverleibt. Als die Alliierten im Frühjar 1945 bei Breisach den Rhein überquerten, wurde die Stadt durch Artilleriefeuer zu 85 % zerstört. Auch das St. Stephansmünster wurde erneut schwer beschädigt. Im Jahre 1969 wurde Breisach als Standort für ein Kernkraftwerk vorgesehen. Jedoch scheiterte dies, und 1973 entschied man sich für Wyhl als Standort.

Eingemeindungen


- 1970 Hochstetten
- 1972 Gündlingen
- 1973 Niederrimsingen
- 1975 Oberrimsingen (mit dem 1936 dorthin eingemeindeten Grezhausen)

Politik

1975

Gemeinderat

Nach der Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 ergab sich folgende Sitzverteilung:

Wappen


- Das Wappen der Stadt Breisach http://www.ngw.nl/int/dld/b/images/breisach.jpg

Städtepartnerschaften


- Saint-Louis, Frankreich, seit 1960
- Pürgg-Trautenfels, Österreich, seit 1994 Partnergemeinde Stadtteils Niederrimsingen
- Neuf-Brisach, Frankreich, seit 2000

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Breisach wird durch die Breisacher Bahn nach Freiburg im Breisgau, auf der auch die Breisgau-S-Bahn zum Nahverkehrstarif verkehrt, und die Kaiserstuhlbahn nach Gottenheim, die die Südwestdeutsche Verkehrs AG betreibt, an das überregionale Schienennetz angebunden. Durch die Bundesstraße B 31 nach Lindau (Bodensee) ist Breisach auch gut an das überregionale Straßennetz angebunden. Um die Stadt noch besser anzubinden ist der Bau der Bundesautobahn A 86 nach Langenau (Württemberg) geplant.

Ansässige Unternehmen

In Breisach befindet sich der [http://www.badischer-winzerkeller.de/ Badische Winzerkeller eG] mit Europas größtem Erzeuger Weinkeller, die [http://www.wein-wg.de/wwg/baden/breisach/weingut-graeflich-von-kageneck/ Gräflich von Kageneck'sche Wein- und Sektkellerei]und der [http://www.geldermann.de/ Privatsektkellerei Geldermann]. Diese Betriebe belegen die hohe Bedeutung des Weinbaus in Breisach und im Kaiserstuhl.

Gerichte

Breisach verfügt über ein Amtsgericht, das zum Landgerichtsbezirk Freiburg im Breisgau und zum OLG-Bezirk Karlsruhe gehört.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Das Museum für Stadtgeschichte zeigt auf 400 m² eine anspruchsvolle Sammlung von der Steinzeit bis in die Gegenwart.

Bauwerke

Karlsruhe
- Das romanische Münster St. Stefan verfügt über einen spätgotischen Schnitzaltar von einem unbekanntem Meister mit den Initialen H. L. und Wandmalerein von Martin Schongauer.

Literatur


- Deutscher Städteatlas; Band: IV; 4 Teilband. Acta Collegii Historiae Urbanae Societatis Historicorum Internationalis - Serie C. Im Auftrag des Kuratoriums für vergleichende Städtegeschichte e. V. und mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft, hrsg. von Heinz Stoob †, Wilfried Ehbrecht, Jürgen Lafrenz und Peter Johannek. Stadtmappe Breisach, Autoren: Eugen Reinhard, Heinz-K. Junk. ISBN 3-89115-034-2; Dortmund-Altenbeken, 1989.

Weblinks


- Stadtgeschichte Breisach:[http://www.stadtgeschichte.com/breisach]
- [http://www.breisach.de/ Offizielle Website]
- [http://www.deheim.de/orte/breisach.htm Ortsgeschichte& Bilder]
- [http://www.am-kaiserstuhl.de/Orte/Breisach/museum.htm Museum für Stadtgeschichte]
- [http://www.kaiserstuhl-breisgau.de/Seiten/breisach.htm Weitere Luftbildaufnahmen von Breisach]
- [http://www.gsv-verlag.de/522_Breisach_Dt.pdf Historischer Stadtatlas Breisach]
- [http://www.stadtgeschichte.com/Breisach Stadtgeschichte von Breisach]
- [http://www.ffw-oberrimsingen.de/ Feuerwehr Breisach Abteilung Oberrimsingen] Kategorie:Ort in Baden-Württemberg Kategorie:Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald

Kalkstein

Kalkstein ist ein biogenes Sedimentgestein, das hauptsächlich aus Kalziumcarbonat in den beiden Mineralformen Kalzit und Aragonit (beide CaCO3) sowie aus Dolomit (CaMg(CO3)2) besteht.

Kalkstein-Formen


- Kalkstein allgemein ist biogen, aber stärker verfestigt als Kreide. Er ist entweder direkt oder indirekt durch Lebewesen gebildet. Direkt wurde und wird er durch Schnecken, Muscheln, gesteinsbildende Korallen und Schwämme gebildet, die Kalziumkarbonat zum Aufbau von Außen- oder Innenskeletten abscheiden. Indirekt wird er dadurch gebildet, dass Lebewesen, vor allem phototrophe, CO2 assimilieren und so das Milieu alkalisieren, was zur Ausfällung von Kalziumkarbonat führt. Die Größe der Karbonatkristalle liegt zwischen derjenigen von Kreide und Marmor. Große Kalkstein-Vorkommen befinden sich im französischen Orgon sowie in Burgberg (Deutschland). Kalkgesteine finden sich auch auf der Schwäbischen und Fränkischen Alb, sowie in den Kalkalpen.
- Kreide ist ein feines, mikrokristallines Sedimentgestein, das durch Ablagerung von gefälltem Kalzit (siehe Kalkstein) sowie der Schalen von fossilen Kleinlebewesen wie Coccolithen der Coccolithophoriden und Schalen der Kammerlinge (Foraminifera) entstanden ist. Kreide tritt an zahlreichen Standorten entlang des europäischen Kreidegürtels zutage, von Großbritannien über Frankreich bis hin zur Insel Rügen in Norddeutschland, und wird stellenweise auch abgebaut. Seekreide am Grund von Seen oder in verlandeten Seebecken besteht fast vollständig aus gefälltem Kalzit. Siehe auch Kreide (Chemie).
- Marmor ist ein grobkristallines, metamorphes Gestein, das entsteht, wenn Karbonatgestein unter dem Einfluss hoher Temperaturen und Drücke umkristallisiert werden. Große Marmor-Vorkommen finden sich in Nordamerika und in Europa beispielsweise in Österreich, Norwegen oder im italienischen Carrara, der Heimat des reinweißen "Statuario", aus dem Michelangelo seine Skulpturen schuf.
- Dolomit
- Korallenkalk
- Tropfstein
- Sinter
- Mondmilch
- Plattenkalk
- Muschelkalk
- Repopierstein

Besondere Vorkommen


- Wachsender Felsen
- Kalk-Sinterterrassen von Pamukkale und Mammoth Hot Springs,

Siehe auch


- Liste der Gesteine
- Liste der Gesteine nach Genese
- Karst
- Kalkablagerung Kategorie:Gestein ja:石灰岩 ko:석회암

Löß

Löß (auch Löss) ist ein Gestein, das durch die Zerstörung anderer Gesteine (klastisches Gestein) entstanden ist und anschließend abgelagert wurde.

Beschreibung

Löß ist ein terrestrisches äolisches Schluffsediment, das zum größten Teil (50 bis 80 %) aus Quarzkörnern besteht. Bedingt durch den Windtransport besteht Löß aus gleichkörnigem, äußerst feinem Quarzstaub mit 8 bis 20 % Kalkigen-Bruchstücken. Verfestigt wird er durch ein toniges Bindemittel, das durch Eisenhydroxide gelblich eingefärbt ist. Zudem ist Löß mit wechselnden Mengen Feinsand durchmischt, sein Anteil am Gemenge kann bis zu 20 % ausmachen. Löß ist primär ein äolisches Sediment, seine Bestandteile wurden durch Wind ausgeblasen und transportiert, daher rühren seine charakteristisch gute Sortierung und die vorherrschend eckige Form der Körner. Auffallend ist die hohe Standfestigkeit von Lößwänden an Berghängen und in Hohlwegen. Das durch den Wind angeblasene Sediment ist gewöhnlich ungeschichtet, unverfestigt und sehr porös, kann jedoch bei späterer Umlagerung durch Wasser eine Schichtung erhalten (Schwemmlöß). Bei Überanspruchung durch landwirtschaftliche Nutzung oder sonstiger Verdichtung kann es zu einer schnell fortschreitenden Verwitterung der Lößböden kommen. Der damit einhergehende Verlust an Bindungskraft kann insbesondere bei starken Niederschlägen zum Auftreten von Bodenrutschen, Grabenbildung und ähnlichen Phänomenen führen. Außerdem entstanden so die berühmten Lößhohlwege im Süden Deutschlands.

Verbreitung

Lößhohlweg In Westeuropa tritt Löß sehr verbreitet auf mit Mächtigkeiten von bis zu 40 m.
- Lößgebiete werden in Süddeutschland auch als Gäulandschaften, in Norddeutschland als Börden bezeichnet. Volkstümliche Bezeichnungen für Löß in Südwestdeutschland (Ortenau, Kaiserstuhl) sind u. A. auch Leimen oder Mergel. Geologisch gesehen ist Mergel jedoch etwas anderes.
- Bekannte Lößgebiete sind
  - die Hildesheimer Börde in Niedersachsen
  - der Kaiserstuhl (Baden)
  - der Kraichgau im Südwesten der Bundesrepublik Deutschland
  - das Gäu in Baden-Württemberg, bestehend aus Korn-, Schlehen-, Hecken- und Strohgäu
  - das Mainzer Becken bzw. Rheinhessen in Rheinland-Pfalz Südwestdeutschland
  - der Gäuboden (oder Dungau) in Niederbayern
  - die Wetterau in Hessen
  - die Magdeburger Börde in Sachsen-Anhalt
  - die Soester Börde in Nordrhein-Westfalen
  - die Jülicher Börde und die Zülpicher Börde der Niederrheinischen Bucht in Nordrhein-Westfalen
  - das Ravensberger Hügelland in Nordrhein-Westfalen
  - die Leipziger Tieflandsbucht
  - die Oberlausitz
  - und die Lommatzscher Pflege in Sachsen, in Polen setzt sich diese aus Deutschland hinüber reichende Zone in Schlesien und Kleinpolen fort. Hier schließen sich die Schwarzerdegebiete der Ukraine an.
- In Österreich ist die größte Verbreitung des Sediments im Weinviertel im nordöstlichen Niederösterreich zu finden. In Oberösterreich wurde im letzten Glazial entlang von Donau und Inn ebenfalls Löss abgelagert. Der in der südöstlichen Steiermark abgelagerte Staublehm wird zu den lössähnlichen Sedimenten gezählt.
- Die mächtigsten Lößdecken findet man in Ostasien, insbesondere in China. Entlang des Huang He (= Gelber Fluss) steht Löß in Decken von bis zu 400m an.

Heutige Bedeutung

Lößgebiete sind meist sehr fruchtbar und gehören meist auch zum Altsiedelland. Die Fruchtbarkeit entsteht aufgrund der kleinen Korngröße und dem damit verbundenen leicht zugänglichen Mineralreichtum. Die gute Durchlüftung, die guten Eigenschaften als Wasserspeicher und der Porenreichtum des Lößes erleichtern die Bodenbildung. Auf Löß entstehen tiefgründige, leicht bearbeitbare und enorm leistungsfähige Braunerden, Parabraunerden und Schwarzerden. Diese Böden und die entsprechenden Verbreitungsgebiete sind agrarwirtschaftlich besonders wichtig.

Medizinische Anwendung

In der Natur-Medizin wird Löß als Heilerde zur inneren und äußeren Anwendung verwendet. Gründe dafür sind die seiner geringen Korngröße zu verdankende hohe Oberfläche und sein hoher Gehalt an Mineralien.

Siehe auch


- Klei
- Mergel; Geschiebemergel
- Bodenwertzahl
- Eiszeit; Glazial

Weblinks


- [http://www.geomanie.de/fileadmin/content/downloads/referate/physische/Loess.pdf PDF Lößentstehung, Verbreitung, auch Karten, Erforscher Ferdinand Freiherr von Richthofen]
- [http://www.karl-heinz-hentschel.net/loess.html Lößkindel] Kategorie:Bodenkunde Kategorie:Geologie Kategorie:Historische Geologie

Lehm

Lehm entsteht durch Verwitterung aus Fest- oder Lockergesteinen (Löß) und ist einer der ältesten Baustoffe der Welt. Man unterscheidet je nach Entstehung Berglehm, Gehängelehm, Geschiebelehm (Gletscher), Lößlehm (Löß) und Auenlehm (aus Flussablagerungen). Lehm ist definiert als eine Mischung aus Sand (Partikel > 63µm), Schluff (Partikel > 2µm) und Ton (Partikel < 2µm). Die Mischungsverhältnisse können innerhalb definierter Grenzen schwanken. Lehm kann bei wenig fortgeschrittener Verwitterung auch Kalk enthalten. Tonreiche Lehme nennt man fett, tonarme mager. Lehm ist nicht so plastisch wie Ton und auch nicht so wasserundurchlässig, da im Ton der Anteil kleinerer Partikel (Tonminerale) wesentlich größer ist. In feuchtem Zustand ist Lehm formbar, in trockenem Zustand fest. Bei Wasserzugabe quillt Lehm, beim Trocknen schwindet bzw. schrumpft er, was im Lehmbau besonders zu beachten ist.

Als Baumaterial

Lehmbautechniken sind seit mehr als 9000 Jahren bekannt und noch heute lebt etwa ein Drittel der Erdbevölkerung in Lehmhäusern (Minke 1994). In den meisten Gebäuden die hierzulande vor 1950 errichtet wurden findet sich Lehm zumindest in Innenwänden und teilweise in den Geschoßdecken. In den meisten Fachwerkhäusern ist Lehm in Form von Ziegeln vermauert oder als Gefach mit gehäckseltem Stroh o.a. vermischt, und dann auf ein Weidengeflecht oder Holztstaken aufgebracht. Daneben existiert auch die Stampflehm-Bauweise (eine erdfeuchte Lehmmischung wird in einer Schalung verdichtet), in der 1999 die Kapelle der Versöhnung in Berlin erbaut wurde. 1971 wurde die DIN 18951 vom Januar 1951, die bereits seit 1944 als „Lehmbauordnung“ in Kraft war, ersatzlos zurückgezogen (Minke 1994). Anfang der 80 Jahre wird Lehm als umweltfreundlicher und gesunder Baustoff langsam wiederentdeckt (Kolb 1984). Heute kann man von einer Renaissance des Lehmbaus sprechen. Oft könnte der Lehm direkt an der Baustelle aus dem Boden gewonnen werden. In den meisten Dörfern finden sich noch alte Lehmkuhlen aus denen früher der Lehm abgebaut wurde. Firmen, die auf wirtschaftliches Arbeiten angewiesen sind, greifen auf heute erhältliche Fertigprodukte zurück. Der Lehm wird hier trocken und fein gemahlen in Säcken geliefert und kann mit einem Freifallmischer wie Zement verarbeitet werden. Gegenüber Zement hat Lehm einige sehr positive Eigenschaften die ihn für ökologisches Bauen interessant machen (Lenze 2004, Minke 1994):
- Lehm ist schadstofffrei und hautfreundlich
- Zur Aufbereitung und Verarbeitung wird sehr wenig Primärenergie benötigt
- Lehm wirkt Luftfeuchte regulierend und ist diffusionsfähig
- trockener Lehm wirkt antibakteriell und abweisend gegen Schädlinge
- Lehm konserviert Holz
- Lehm ist vollständig recycelbar
- Lehm speichert Wärme
- Lehm bindet Schadstoffe So schafft Lehm ein für den Menschen angenehmes und gesundes Raumklima. Im Sommer wenn es draußen sehr heiß ist sind die Räume in einem Lehmhaus angenehm kühl. Im Winter wirkt der Lehm Luftfeuchte regulierend und schützt vor zu trockener Raumluft. Gerne wird Lehm zum Erbauen von Öfen verwendet, da Lehm wie die meisten schweren Baustoffe gute Wärmespeichereigenschaften besitzt. Da Lehm nur physikalisch (und nicht chemisch, wie andere Baustoffe) abbindet, kann er auch bei erhitzten Bauteilen eingesetzt werden. Dies ermöglicht beispielsweise Boden- und Wandheizungen mit hoher Vorlauftemperatur, bei denen die Heizrohre unter Arbeitstemperatur verputzt werden müssen. Aber auch im Tierreich bauen beispielsweise Lehmwespen ihre Nester vorwiegend mit oder im Lehm.

Siehe auch


- Lehmbau
- Lehmwespen
- Adobe
- Portal:Architektur und Bauwesen

Literatur


- Prof. Dr.-Ing. Gernot Minke: Lehmbau Handbuch., ökobuch Verlag, 1. Aufl. 1994, ISBN 3-922964-56-7
- Dipl.-Ing. Wolfgang Lenze: Fachwerkhäuser, restaurieren – sanieren - modernisieren, Frauenhofer IRB Verlag, 3. Aufl. 2004, ISBN 3-8167-6431-2
- Bernhard Kolb: Beispiele Biohaus, Blok Verlag, 2. Aufl. 1984, ISBN 3-924466-01-7

Weblinks


- [http://www.kapelle-versoehnung.de/bin/deutsch/index.php Dokumentation zum Lehmbau bei der 'Kapelle der Versöhnung']
- [http://www.lehmbau-online.de Grundlagenwissen Lehm und Mailingliste] Kategorie:Bodenkunde Kategorie:Baustoff Kategorie:Bergbau

Spätburgunder

Der Spätburgunder, auch Pinot Noir, Pinot Nero oder Blauburgunder genannt, ist eine Rotwein-Rebe. Er ist die klassische Traube des Burgund von der Côte d'Or, wo seine Ursprünge bis ins 14. Jahrhundert zurück zu verfolgen sind. Der Spätburgunder ist ebenfalls eine wichtige Rebsorte für den Champagner. Es ist keine unkomplizierte Rebsorte. Im wahrsten Sinne des Wortes dünnhäutig, reagiert sie stark auf Klimaschwankungen (Hitze / Kälte). Ihre dünne Schale verlangt darüber hinaus eine sehr feinfühlige Bearbeitung, da sie sehr schnell reißt oder bricht und damit eventuell zu früh ihren Saft freisetzt. Nur diejenigen, die über beste südseitige Hanglagen mit fruchtbaren, warmen, genügend kalkhaltigen Böden verfügen, sollten an die Auspflanzung dieser Sorte denken. Die Rebe zeigt sich weinbaulich sehr problematisch (Abbauerscheinungen, Viruserkrankungen, empfindlich gegen Chlorose, Fäulnis, etc.). Aufgrund seiner unbestreitbaren Qualität findet der Spätburgunder wieder zunehmend Beachtung; so nicht nur in seinem Ursprungsland, sondern auch in Übersee (Australien, Neuseeland, Kalifornien, Südafrika unter anderem) oder als fruchtiger Blau- oder Spätburgunder in anderen Teilen Europas. Auch in Deutschland werden mittlerweile Spitzenqualitäten erzielt. Die Alterung der Pinot-Noir-Weine ist nur schwer vorauszusagen, Spitzenweine sind jedoch zweifellos sehr langlebig. Der Name Blauburgunder ist vor allem in der Schweiz, in Österreich und Südtirol (Italien) gebräuchlich. Die Anbaufläche in Deutschland (Stand: 1. März 2004) umfasst 10.635 ha (= 10,3 % der Rebfläche). Synonyme: Pinot Noir, Pinot Nero, Blauburgunder, Salvagnin, Salvagnin Noir Abstammung: Schwarzriesling x Traminer Kategorie:Rote Rebsorte ja:ピノ・ノワール

Kategorie:Berg in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg Kategorie:Geographie (Baden-Württemberg)

Formula:Gnunote

Tota verba ad manum est ex condicione Potestatis tabulae liberae GNU.

tablice tapety wygaszacze gry nauka doda programy










































:: RELATED NEWS ::
Moxos
Los primeros pobladores del oriente boliviano, hoy Departamento de Santa Cruz, Beni, Pando, antes de la independencia un solo y extenso territorio denominado Moxos; fueron los indios de la etnia arawak que miles de años antes de Cristo fueron poblando el Caribe saltando de isla en isla. El final de esta lenta expansión fue
Socialización (desambiguación)
Socialización se usa para designar:
- En sociología y psicología, la socialización es el proceso mediante el cual los individuos pertenecientes a una sociedad o cultura aprenden e interiorizan un repertorio de normas, valores y formas de percibir la realidad.
- En economía y ciencia política, la Dalmacia, fue elegido al papado en 283 y murió en el 296. Era pariente cercano del emperador romano Diocleciano. Otra antigua tradición dice que también era pariente de la virgen romana Santa Susana, cuya casa lindaba con la suya. Murió poco antes de d
The Adventurer
The Adventurer
The Adventurer (Charlot, presidiario/El aventurero) Cortometraje de
Lafuente

Biografía

Iñaki Lafuente Sánchez es un futbolista español. Nació en Baracaldo (Provincia de Vizcaya). Juega de portero y su primer equipo fue el Athletic Club de Bilbao. Ha jugado en las categorías inferiores del Athletic Club de Bilbao, hasta 1995
Baelo Claudia
La antigua ciudad romana de Baelo Claudia estaba situada en la Ensenada de Bolonia, dentro del actual Parque Natural del Estrecho de la pedanía tarifeña de Bolonia a unos 12 Km. al noroeste de la ciudad de Tarifa, en la provincia de Cádiz (<
Expósito

Biografía

Unai Expósito Medina es un futbolista español. Nació en Baracaldo (Provincia de Vizcaya). Juega de defensa (aunque también puede jugar de centrocampista) y su primer equipo fue el Baskonia (segundo filial del Athletic Club de Bilbao). Después de jugar en el Baskonia ha jugado en el Read More...
Polo Sur Geográfico
El Polo Sur geográfico se localiza en el extremo meridional de un planeta. Se define como el lugar donde el eje de rotación intersecta a la superficie y son apliacbles iguales observaciones que para el polo norte. planeta En la Tierra está situado sobre la Antártida, a aproximadamente 2.600 km del polo norte magnético. El explorador noruego
Casas

Biografía

Javier Casas Cuevas es un futbolista español. Nació en Bilbao (Provincia de Vizcaya). Juega de defensa (normalmente de lateral izquierdo) y su primer equipo fue el Athletic Club de Bilbao. Ha jugado siempre en las categorías inferiores del Athletic Club de Bilbao. En
Tratado sobre Misiles Anti-Balísticos
El Tratado sobre Misiles Anti-Balísticos o Tratado ABM fue un acuerdo entre Estados Unidos y la Unión Soviética para limitar el número de sistemas de misiles antibalísticos (ABM) utilizados para defender ciertos lugares contra misiles con carga nuclear. El 26 de mayo de 1972, el presidente norteamericano
All Rights Reserved 2005 wikimiki.org